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Eine Suchtmittelabhängigkeit ist ein
eigenständiges Krankheitsbild, welches sich durch folgende
Merkmale ausdrückt:
- ständig an das Suchtmittel denken
- nur durch steigenden Konsum ist die gewünschte Wirkung zu erreichen
- erfolglose Kontroll- und Abstinenzversuche
- Nicht-Konsumieren-Können führt zu Unruhe und Gereiztheit
- Konsum des Suchtmittels, um Problemen oder negativer Stimmung zu
entkommen
- Familienmitglieder und andere werden belogen, um das Ausmaß der
Abhängigkeit zu vertuschen
- der Suchtmittelkonsum wird auch durch illegale Handlungen finanziert
- Gefährdung oder Verlust von Beziehungen und Arbeitsplatz wegen des
Konsums
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Es besteht die Möglichkeit,
ihren Suchtmittelkonsum mit Hilfe der obengenannten Kriterien zu
überprüfen oder andere Selbsttests auf dieser Internetseite
durchzuführen. Eine genaue Abklärung kann allerdings nur im Rahmen einer
Beratung erfolgen.
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Grundsätzlich ist keiner gegen eine
Suchtmittelabhängigkeit immun. Die Zahl der Alkoholabhängigen
wird auf ca. 1,6 Mio. geschätzt, der
Drogenabhängigen auf ca. 290.000, der
Medikamentenabhängigen auf ca. 1,4 Mio. und der
Glücksspielpielsüchtigen auf ca. 150.000
Personen.
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Auf diese Frage lässt sich keine einheitliche
Antwort geben. Wie man an den Zahlen erkennen kann, ist die Abhängigkeit
vom Alkohol am häufigsten, gefolgt von den Medikamenten. Die
Abhängigkeit von illegalen Drogen beinhaltet oft die
Beschaffungskriminalität und damit die größere öffentliche
Auffälligkeit. Glücksspielsüchtige bleiben lange Zeit unerkannt, so dass
die Gefahr des finanziellen Ruins immer größer wird.
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Genauso viel wie bei anderen Krankheiten. Viele Betroffene bleiben nach
der ersten Therapie abstinent, andere nach einem
oder auch mehreren Rückfällen. Häufig werden Teilziele erreicht. Wichtig
ist zur Erhaltung der Abstinenz Lebensfreude zu gewinnen, mit anderen
Betroffenen, z B. in Selbsthilfegruppen Freizeit zu gestalten. Wichtig
ist auch ein strukturierten Alltag, sei es durch eine Arbeitsstelle,
einen 1€-Job, ein Hobby, ein Ehrenamt oder andere "Anker". Manchmal ist
auch eine Auffrischung der Behandlung sinnvoll.
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Das Hilfsangebot für Abhängige und ihre
Angehörigen ist vielfältig und differenziert. Neben ambulanten
Beratungs- und Behandlungsstellen und der stationären und
teilstationären Therapie in Kliniken gibt es eine Vielzahl von
Selbsthilfegruppen. Die Adressen finden Sie auf dieser Internetseite. Um
ein passendes Behandlungsangebot herauszufinden, empfehlen wir ein
Informationsgespräch in einer unserer
Beratungsstellen. In der Fachklinik
"Am Birkenweg" findet jeden Mittwoch um 16:30 Uhr eine offenes
Informationsmöglichkeit statt, ohne Anmeldung und auf Wunsch anonym. In
der Klinik "Schloß Falkenhof"
können sie sonntags nach Voranmeldung eine Führung erhalten.
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Die Entwicklung einer Abhängigkeit findet oft
schleichend statt. Angehörige sollten ihre eigenen Sorgen und
Vermutungen ernst nehmen und nicht die Verantwortung für den Abhängigen
übernehmen. Es ist notwendig, diesem gegenüber konsequent zu sein.
Angehörige sollten vom Abhängigen ein sichtbares Engagement verlangen,
z.B. eine Beratungsstelle aufzusuchen.
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Eine Abhängigkeit ist eine Krankheit, die im
Laufe der Zeit eine Eigendynamik entwickelt. Wenn der Partner/die
Partnerin Suchtmittel konsumiert, hat dies in erster Linie etwas mit
ihm/ihr zu tun. Die Liebe zum Partner / zur Partnerin kann für sie oder
ihn jedoch eine Motivation sein, sich behandeln zu lassen.
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